Flut und Dürre in Südamerika
Südamerika leidet derzeit paradoxerweise unter Flut und Dürre. Zwei Dinge, die nicht verschiedener sein könnten. Ausgelöst wird dieses Phänomen durch das Naturphänomen La Niña, das Gegenteil zum El Niño.
Von der Flut ist vor allem der Nordosten Brasiliens betroffen und dort vor allem der Bundesstaat Maranhão. Mehr als 60 Städte haben in Maranhão den Notstand ausgerufen. Die Bundeshauptstadt São Luís hat seit 24 Jahren die höchste Niederschlagsmenge im April gemessen. Bis heute sind mehr als 300.000 Menschen durch die Fluten obdachlos geworden. Die Opfer werden mittlerweile von der Armee aus der Luft mit Medikamenten und Nahrungsmitteln versorgt, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern.
In den kommenden Tagen besteht die Hoffnung, dass die Niederschläge nachlassen und so eine Besserung in Sicht kommt, da die Hauptstraßen möglicherweise wieder frei geräumt werden können, sodass die Lieferung von Hilfsgütern vorangetrieben werden kann.
Auch der Süden Brasiliens, vor allem der Bundesstaat Santa Catarina, ist von dem Hochwasser betroffen. Dort ist es allerdings noch nicht so dramatisch wie im Nordosten.
Als krassen Gegensatz zu den Überschwemmungen erscheint der Norden Argentiniens. Hier leiden Mensch und Tier unter einer seit Monaten andauernden Dürreperiode. Seit Anfang des Jahres sind weniger als 2/3 der üblichen Niederschlagsmenge abgeregnet. Die berühmten Iguazú Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien führen nur noch 1/4 der sonst üblichen Menge Wasser mit sich.
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